Gymnasium St. Ottilien: Zusätzliche Sanierungsosten

Der Landkreis Landsberg am Lech unterstützt den Neubau des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums in St. Ottilien bereits mit einer Zuwendung von 9,1 Millionen Euro. Grundlage waren die ungedeckten Baukosten von rund 24,9 Millionen Euro bei Gesamtkosten von 46,3 Millionen Euro. Der Fördersatz von 36,6 % wurde anhand des Schüleranteils aus dem Landkreis (ca. 60 %) und vergleichbarer Förderungen berechnet. Aufgrund von Vorgaben des Denkmalschutzes wurde jedoch die ursprüngliche Planung geändert: Statt zwei getrennter Baukörper ist nun ein zusammengeführtes Gebäude vorgesehen. Während die Sporthalle erhalten bleibt, zieht man derzeit den Abriss des Schwimmbads in Betracht.

Problematisch ist jedoch, dass die Sporthalle die geforderten Kapazitäten für ein dreizügiges Gymnasium nicht erfüllt. Ursprünglich war geplant, auf umliegende Hallen in Türkenfeld und Eching zurückzugreifen. Das Kloster St. Ottilien brachte jedoch die Idee ein, das Schwimmbad zu erhalten und zu sanieren. Dies würde es ermöglichen, den gesamten Sportunterricht am Standort durchzuführen. Gleichzeitig könnten Kloster und Vereine auf diese Weise von der Nutzung profitieren. Die geschätzten Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 570.000 Euro. Da diese Maßnahme nicht förderfähig ist, beantragt das Schulwerk beim Landkreis die vollständige Übernahme dieser Kosten. Die Kreisfinanzverwaltung schlägt vor, den Betrag im Haushalt 2026 als freiwillige Leistung bereitzustellen.

In der folgenden Diskussion schlägt u.a. Renate Standfest (Grüne) vor, die Nutzung des Schwimmbades noch einmal im Gespräch mit den Bauträgern zu konkretisieren. Auf diese Weise könnte auch die umliegende Region davon profitieren. Der Kreisausschuss stimmt dem Vorhaben zu.

Kommentar von Kilian Fitzpatrick (Kreisrat): Der Antrag zur Sanierung des Schwimmbads in St. Ottilien zeigt ein klassisches Spannungsfeld: Auf der einen Seite bietet die Maßnahme klare Vorteile. Der Schulsport könnte vollständig am Gymnasium stattfinden, was organisatorische Probleme und zusätzliche Wege vermeidet. Zudem entstünde ein Mehrwert für Vereine und das Kloster. Auf der anderen Seite stehen die zusätzlichen Kosten von 570.000 Euro, die der Landkreis vollständig tragen müsste. Doch insgesamt überwiegen hier die Vorteile, auch vor dem Hintergrund, dass Schwimmunterricht enorm wichtig ist und es hierfür nicht so viele Möglichkeiten für den Schulsport gibt.