Landkreis Landsberg: Verhütungsmittelfonds

Der Landkreis Landsberg am Lech führt ab dem 1. Januar 2026 einen freiwilligen Verhütungsmittelfonds ein. Beschlossen wurde die Initiative im Kreisausschuss am 3. Juni 2025 auf Antrag der Grünen Fraktion, vertreten durch Daniela Groß.

Ziel des Fonds ist es, wirtschaftlich schwach gestellte Bürgerinnen und Bürger beim Zugang zu Verhütungsmitteln zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Gesundheitsförderung sowie zur Chancengleichheit zu leisten.

Ab dem Haushaltsjahr 2026 sind jährlich 10.000 Euro für den Fonds vorgesehen. Die Mittelvergabe erfolgt nach klaren Richtlinien, die sicherstellen, dass die Unterstützung gezielt und gerecht verteilt wird. So soll gewährleistet werden, dass die Fördermittel genau dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Die Finanzierung des Fonds ist bereits im Haushaltsplan verankert und schafft eine verlässliche Grundlage für eine kontinuierliche Förderung. Durch die Bereitstellung dieser Mittel werden finanzielle Hürden abgebaut, die Gesundheit gefördert und soziale Gerechtigkeit im Landkreis gestärkt.

In der Kreisausschusssitzung vom Oktober 2025 betonte Daniela Groß, dass der Fonds ähnlich wie in anderen Kommunen aufgebaut sei und dort bereits gute Erfahrungen gemacht wurden. Nun stimmt der Kreistag den Richtlinien mit großer Mehrheit zu, sodass der Fonds planmäßig zum Jahresbeginn 2026 starten kann.

Kommentar v. Kilian Fitzpatrick (Kreisrat): Die Einführung des freiwilligen Verhütungsmittelfonds samt klaren Vergaberichtlinien ist ein bedeutender und sinnvoller Schritt für den Landkreis Landsberg am Lech. Vor allem wirtschaftlich benachteiligten Menschen erleichtert diese Maßnahme den Zugang zu Verhütungsmitteln und trägt somit zur Förderung von Gesundheit, Selbstbestimmung und Chancengleichheit bei.